23/08/2014
..

Den Tisch auf diesen einen Namen zu reservieren, scheint uns sicher genug. Letztendlich werde ich jedoch von jenem Kellner, der Onkel Ludwig aus der Serie Diese Drombuschs ähnelt, an irgendeinem Tisch im Vorraum platziert. Meine Verabredung wartet zu diesem Zeitpunkt bereits im Inneren des Cafés auf mich und wir verfehlen uns. Nach dem hektischen Genuss einer Ingwer-Limonade gehe ich; mehr als fünfzehn Minuten Verspätung lasse ich mir nicht gefallen.

Wieder zurück im Büro schwanke ich zwischen der Interpretation, ihn habe der Mut verlassen und jener, dass ich Teil einer journalistischen Recherche über Frauen wurde, die sich auf promiske Treffen einlassen. Später werfen wir uns gegenseitig vor, die Verabredung nicht eingehalten zu haben – bis wir herausfinden, dass die Angestellten des Cafés unser Treffen unbewusst boykottierten.

Wann immer ich mich auf so etwas einlasse, geschehen Dinge, die auch Raum in Seifenopern oder sonderbaren Filmen bekämen. Bisher sind sie jedoch noch nie von mir aufgeschrieben worden.




20/08/2014
..

Vor zwei Jahren war es so warm, dass man die Nacht im Park verbringen konnte. Eine wunderbare Ironie des Zufalls, morgen ein ähnliches Treffen zu haben.




19/08/2014
..

Weil er nicht weiß, wie ich heiße, und ich keine Ahnung habe, wie er aussieht, reserviere ich uns zur Sicherheit einen Tisch und wähle dafür einen fremden Namen. Ich entnehme ihn einer Geschichte, die thematisch vielleicht passt.

Bei meinem Anruf im Restaurant überspringe ich den Teil mit dem “Guten Tag, hier ist …”, da es mir nicht gelingt, jenen Namen, der nicht meiner ist und der ein wenig albern klingt, unbefangen über die Lippen zu bringen. Ich frage direkt nach einem Tisch für zwei Personen. Als ich später das Wort aussprechen muss, um die Reservierung zu komplettieren, hält die Dame am anderen Ende der Leitung kurz inne. “Das ist ja interessant”, sagt sie und ich fühle mich bei meiner Lüge ertappt. “So heißt unser Eichhörnchen.”