04/05/2017
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Gestern Vormittag ist mein Macbook gestorben. Sämtliche, bis tief in die Nacht reichende Bemühungen, die Daten zu retten oder doch wenigstens das Betriebssystem neu zu installieren, schlugen fehl. Heute Morgen stehe ich – ganz Opfer des Kapitalismus – bereits zehn Minuten vor Ladenöffnung vor der Türe des Computerladens, blicke auf die Uhr an der Straßenecke und zähle angespannt die Minuten ganz so wie in der vergangen Nacht, als ich auf Lade- und Statusbalken sowie krude Zeitangaben blickte. Ich kaufe innerhalb von drei Minuten die günstigste Variante eines Apple-Rechners, um bloß rechtzeitig für ein Meeting auf der Arbeit zu sein. Das Geld hatte ich für den Flug nach Tokio sowie das einwöchige Zugticket dort eingeplant. Einziger Trost: die uralte Creative Suite lässt sich auch vom neuesten Betriebssystem nicht einschüchtern.

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Katie von Christine Wunnicke liest sich bereits nach den ersten Zeilen ganz wunderbar.

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