20/04/2017
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I carry you home on my back.
All the way to you on the fastest track.
We can run, we can walk, we can see when the dark sets in.
And then I wave goodbye and I know I see you again.

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Nach einem Arbeitstag bin ich zu erschöpft, mich zu wehren, als sich wie heute ein Typ auf den mir gegenüberliegenden Platz setzt und so viel Raum einnimmt, dass sein rechtes Bein weit in den Beinbereich des Sitzes neben ihm hineinragt, und sein linkes Knie meines berührt, dabei sitze ich ganz normal da. Ich muss also meine Füße anders positionieren, doch sie finden kaum Platz, da am Boden nun die Tasche des Typen steht. Kurz steige ich zurück in den Ring, stelle meinen Fuß wieder an seine ursprüngliche Stelle, doch jetzt berührt mein Knie wieder seines, so dass man ein Blatt dazwischen klemmen könnte, das nicht hinab fiele, und er weicht nicht, der Arsch. An der nächsten Haltestelle setzt sich ein Schwarzer Mann neben ihn, nur mit dem halben Hintern, denn mehr Platz lässt ihm mein Gegenüber nicht. Als ich aufstehe, um auszusteigen, trete ich absichtlich auf die Tasche, dann streife ich sie noch einmal mit meiner Wade und dem Schuh.

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Die in Vergessenheit geratene Kulturtechnik des langen Mailwechsels erscheint mir im Hinblick auf meine Lebenswelt gerade retro und visionär gleichermaßen.

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