Christoph Schlingensief saß heute Abend mit seiner Frau eine Reihe hinter mir im Kino. Irgendwann war vermutlich jeder der Fotografen mindestens ein Mal da gewesen und hatte ein Bild gemacht. Auch als die Beiden längst darum baten, dies zu unterlassen.
Ich hätte ihm gerne gesagt, wie sehr mich das Buch berührte, dass mich kürzlich dieser “Geil Krebs”-Artikel angekotzt hat, wie mich Michel Friedmann anekelte als die Zwei bei Arte durch die Nacht liefen und wie sehr mir der Dokumentarfilm Die Piloten über das gleichnamige Kunstprojekt gefallen hat. Stattdessen habe ich mich umgedreht und wieder nach vorne geschaut.
Der Film Das weiße Band betört durch seine Bilder, durch die Ruhe, mit der erzählt wird und durch die Nähe der Kamera an den Gesichtern. Großartige Momentaufnahmen vieler Leben.
Nur die Geschichte, sie ließ mich am Ende unbefriedigt.