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	<description>in der tiefe pocht das herz</description>
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		<pubDate>Sat, 28 Aug 2010 23:14:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maike</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Just als ich mich bei der One-Hit-Wonder-Zusammenstellung frage, was mich das alles angehe, spielen sie Words von F.R. David.
Später fällt mir auf, dass meine seinerzeit mit dem Dauerabspielen dieses Liedes malträtierte Mutter so alt war wie ich es nun bin und ich verzweifle ein wenig. (Aber nur kurz.)
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Just als ich mich bei der <em>One-Hit-Wonder</em>-Zusammenstellung frage, was mich das alles angehe, spielen sie <em>Words</em> von F.R. David.<br />
Später fällt mir auf, dass meine seinerzeit mit dem Dauerabspielen dieses Liedes malträtierte Mutter so alt war wie ich es nun bin und ich verzweifle ein wenig. (Aber nur kurz.)</p>
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		<pubDate>Mon, 23 Aug 2010 21:20:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maike</dc:creator>
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		<description><![CDATA[luzilla: eure beziehungsresigniererei kotzt mich an. vielleicht liebt ihr einfach mal drauf los, statt euch schon vorher in die hosen zu scheißen.
ruhepuls: @luzilla geht nicht mehr. kaputt gemacht.
durst: @ruhepuls das behauptest du, seit ich zornig dein Blog lese (also seit immer). Hör doch mal AUF damit!
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>luzilla:</em> eure beziehungsresigniererei kotzt mich an. vielleicht liebt ihr einfach mal drauf los, statt euch schon vorher in die hosen zu scheißen.</p>
<p><em>ruhepuls:</em> @luzilla geht nicht mehr. kaputt gemacht.</p>
<p><em>durst:</em> @ruhepuls das behauptest du, seit ich zornig dein Blog lese (also seit immer). Hör doch mal AUF damit!</p>
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		<pubDate>Mon, 02 Aug 2010 22:10:20 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In der ersten Etage des Einkaufszentrums stehen vor ein paar Geschäften acht braune Massagesessel. Der Tag ist ohnehin schon komisch, deshalb setze ich mich, werfe 2,50 Euro ein und lasse mir eine Viertelstunde den Rücken massieren.
Aus der Boutique gegebenüber dröhnt Schlagermusik, eine Frau singt Du bist meine Endstation und mir fallen die Augen zu.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der ersten Etage des Einkaufszentrums stehen vor ein paar Geschäften acht braune Massagesessel. Der Tag ist ohnehin schon komisch, deshalb setze ich mich, werfe 2,50 Euro ein und lasse mir eine Viertelstunde den Rücken massieren.<br />
Aus der Boutique gegebenüber dröhnt Schlagermusik, eine Frau singt <em>Du bist meine Endstation</em> und mir fallen die Augen zu.</p>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 21:51:28 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Obwohl ich vorher noch gefasst war, beinahe abgeklärt, breche ich in Tränen aus, nachdem ich den Tiertransporter auf den Behandlungstisch gestellt habe. Es gilt ja nicht einmal mehr wirklich abzuwägen, ob die Lili-Katz eingeschläfert werden soll oder nicht. 
Später, alleine mit ihr im Nebenraum streichle ich ihr Fell, obwohl sie bereits zwei sedierende Spritzen bekommen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Obwohl ich vorher noch gefasst war, beinahe abgeklärt, breche ich in Tränen aus, nachdem ich den Tiertransporter auf den Behandlungstisch gestellt habe. Es gilt ja nicht einmal mehr wirklich abzuwägen, ob die Lili-Katz eingeschläfert werden soll oder nicht. </p>
<p>Später, alleine mit ihr im Nebenraum streichle ich ihr Fell, obwohl sie bereits zwei sedierende Spritzen bekommen hat, und ihr linkes Auge bleibt auch noch dann geöffnet, als sie längst tot ist. Wie ein Halbmond liegt sie da. Es fällt mir schwer, sie einfach dort liegen zu lassen. Etwa eine halbe Stunde verbringe ich so mit ihr, dann bezahle ich mit meiner EC-Karte und nehme den leeren Transporter. Ich fahre mit der Straßenbahn nach Hause ohne zu weinen und telefoniere später mit dem Bestatter.<br />
Die zweite Urne innerhalb von nicht einmal zwei Jahren.</p>
<p>Leb wohl, kleine schwarze Katze.</p>
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		<pubDate>Sun, 18 Jul 2010 22:23:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maike</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Du bist ja wieder in Berlin!&#8221; sage ich, nachdem ich die Nummer auf dem Display gesehen habe.
Endlich.
Später trinken wir Bier aus Plastikflaschen, umgefüllt in handliche Gläser. Es ist nur der Kopf, der mittrinkt. 
Ich ahne, irgendwann, vielleicht so ab Anfang 30, hinterlässt Musik nur noch nachhaltige Impressionen, wenn extreme Emotionen mit ihr einhergehen. An meiner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Du bist ja wieder in Berlin!&#8221; sage ich, nachdem ich die Nummer auf dem Display gesehen habe.<br />
Endlich.</p>
<p>Später trinken wir Bier aus Plastikflaschen, umgefüllt in handliche Gläser. Es ist nur der Kopf, der mittrinkt. </p>
<p>Ich ahne, irgendwann, vielleicht so ab Anfang 30, hinterlässt Musik nur noch nachhaltige Impressionen, wenn extreme Emotionen mit ihr einhergehen. An meiner Glätte der letzten drei Jahre blieb nichts mehr hängen.<br />
Wenigstens kein Liebeskummer.</p>
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		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 10:40:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maike</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Röntgen meiner Lunge in einer altbackenen Radiologenpraxis erinnerte nicht einmal entfernt an die Durchleuchtung Hans Castorps.
&#8220;Der Autor, der das Röntgen-Paradigma als erster aufgegriffen und die Transparentmachung des Körpers bis zur Unsichtbarkeit zum dramatischen Kern eines Romans gemacht hat, ist H.G. Wells. Bereits 1897 erscheint The Invisible Man.&#8221; 
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Röntgen meiner Lunge in einer altbackenen Radiologenpraxis erinnerte nicht einmal entfernt an die Durchleuchtung Hans Castorps.</p>
<p>&#8220;Der Autor, der das <a href="http://www.medienaesthetik.de/literatur/unsichtbar.html">Röntgen-Paradigma</a> als erster aufgegriffen und die Transparentmachung des Körpers bis zur Unsichtbarkeit zum dramatischen Kern eines Romans gemacht hat, ist H.G. Wells. Bereits 1897 erscheint <em>The Invisible Man</em>.&#8221; </p>
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		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 21:48:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maike</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es war gar nicht schlimm, bei Tausenden von Menschen zu stehen, die fröhlich die Deutschlandhymne singen.
Ich bin nicht stolz auf das Land, in dem ich geboren wurde, denn das ist ein Gefühl, das ich völlig unangebracht finde in solch einem Zusammenhang. Aber gegen Einigkeit und Recht und Freiheit habe ich nichts einzuwenden. Vielleicht könnte man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war gar nicht schlimm, bei Tausenden von Menschen zu stehen, die fröhlich die Deutschlandhymne singen.<br />
Ich bin nicht stolz auf das Land, in dem ich geboren wurde, denn das ist ein Gefühl, das ich völlig unangebracht finde in solch einem Zusammenhang. Aber gegen Einigkeit und Recht und Freiheit habe ich nichts einzuwenden. Vielleicht könnte man ein neues Wort für Unterpfand finden?<br />
Für Vaterland auch.</p>
<p><em>Brüh im Glanze. </em></p>
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		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 21:34:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maike</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Den ganzen Weg von der Arbeit bis nach Hause ging ich zu Fuß. Es gab nichts Besonderes zu sehen und ich langweilte mich in ein erholsames Marschieren hinein, mitten durch die Alltagskulisse, die Gedanken so pastellfarben wie die Plattenbauten Mollstraße Ecke Otto-Braun-Straße.
Der Sommer ist gar nicht so morsch wie ich dachte.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Den ganzen Weg von der Arbeit bis nach Hause ging ich zu Fuß. Es gab nichts Besonderes zu sehen und ich langweilte mich in ein erholsames Marschieren hinein, mitten durch die Alltagskulisse, die Gedanken so pastellfarben wie die Plattenbauten Mollstraße Ecke Otto-Braun-Straße.<br />
Der Sommer ist gar nicht so morsch wie ich dachte.</p>
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		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 22:20:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maike</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Januar las ich ein Interview mit Jonathan Safran Foer. Es hatte den Titel &#8220;Ich liebe Würste auch. Aber ich esse sie nicht.&#8221;, handelte unter anderem von Foers aktuellem Buch &#8220;Eating Animals&#8221; und nahm mir die Angst davor, irgendwann kein Fleisch mehr zu essen. Weil ich nicht würde sagen müssen, dass ich ab sofort für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Januar las ich ein Interview mit Jonathan Safran Foer. Es hatte den Titel <a href="http://www.faz.net/s/RubBE163169B4324E24BA92AAEB5BDEF0DA/Doc~EB9AD01EFB92E4DF8BA4943664954D784~ATpl~Ecommon~Scontent.html">&#8220;Ich liebe Würste auch. Aber ich esse sie nicht.&#8221;</a>, handelte unter anderem von Foers aktuellem Buch &#8220;Eating Animals&#8221; und nahm mir die Angst davor, irgendwann kein Fleisch mehr zu essen. Weil ich nicht würde sagen müssen, dass ich ab sofort für immer damit aufhörte. Sondern dass ich immer wieder eine neue Entscheidung gegen das Fleischessen würde treffen können. Vegetariersein mit Hintertüre, die man im besten Fall gar nicht benutzt.</p>
<p>Ich habe im Januar nicht aufgehört, Fleisch zu essen. Aber ich habe immer mal wieder an das Interview gedacht und das Buch, ließ das Lesen auf Englisch jedoch bleiben, nachdem ich Isabo beim <a href="http://xrays.antville.org/stories/1978083/">Suchen nach Worten für die deutsche Übersetzung </a>zuschaute. </p>
<p>Vor geraumer Zeit sah ich <a href="http://www.worldpressphoto.org/index.php?option=com_photogallery&#038;task=view&#038;id=1747&#038;Itemid=257&#038;type=&#038;selectedIndex=0&#038;bandwidth=high">Schlachthof-Fotos</a> die einen Preis gewonnen hatten, und als mich <a href="http://www.worldpressphoto.org/index.php?option=com_photogallery&#038;task=view&#038;id=1747&#038;Itemid=257&#038;type=&#038;selectedIndex=5&#038;bandwidth=high">dieses Schwein</a> anblickte, hätte ich auf der Stelle weinen können, obwohl ich im Büro saß. Stattdessen habe ich schnell das Browserfenster geschlossen. Das geht nämlich meist ganz gut, das Weggucken und Wegdenken. </p>
<p>Foer, das Schwein und mein Verhalten ließen mir jedoch keine Ruhe. Um herauszufinden, wie viel Fleisch ich eigentlich zu mir nahm, habe ich vor einem Monat mit dem Nichtessen von Fleisch begonnen. Ich dachte nämlich, ich äße wenig davon. So wie jeder, mit dem ich darüber gesprochen hatte.<br />
Tatsächlich war Fleisch häufig Bestandteil meiner Nahrung, wenngleich nicht unbedingt in großen Mengen: Auf dem Bagel, in der Sauce, im Salat, auf dem Flammkuchen, mit den Pommes, zum Gemüse, überm Reis. Ich war überrascht.</p>
<p>&#8220;Tiere essen&#8221; erscheint in Deutschland erst Ende August. Weil ich aber an anderer Stelle darüber schreiben möchte, habe ich vor kurzem freundlicherweise die Korrekturfahne vom Verlag geschickt bekommen und es heute zu Ende gelesen. Es war ein guter Abschluss für meinen ersten Monat ohne Fleisch.<br />
Ich habe in diesem Zusammenhang auch noch den Film <a href="http://foodincmovie.com/">Food Inc.</a> geschaut, weil die Entscheidung, kein Fleisch mehr zu essen, eine schwerwiegende, wenngleich ganz einfache ist, wenn man sich mit der Herkunft des Fleischs beschäftigt, nicht das Browserfenster schließt, sondern es durchsteht, hinguckt und die Zusammenhänge sieht.</p>
<p>Meine Hintertüre ist das <a href="http://www.neuland-fleisch.de/">Neuland</a>-Fleisch, dem keine Massentierhaltung vorausgeht. Ich habe zwar überhaupt keine Lust darauf, aber es tut gut zu wissen, dass es da ist, weil es mir die Unsicherheit bezüglich der Endgültigkeit meiner Entscheidung nimmt und sie mir so absurderweise möglicher macht.</p>
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		<pubDate>Sun, 20 Jun 2010 18:04:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maike</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Löschen von deprimierten E-Mails, anstatt sie abzuschicken.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Löschen von deprimierten E-Mails, anstatt sie abzuschicken.</p>
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