25/08/2014
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Ich beneide jene, die auf Konzerten immer entspannt zu sein scheinen. Ich hingegen benötige Zeit, den Tag loszulassen und die Menschen um mich herum zu vergessen.

Hinter mir unterhalten sich viel zu laut zwei Typen. “Ey, der Eddie Vedder ist der Sänger von Pearl Jam. Also nicht, dass ich die je gehört hätte.. Ich steh’ echt auf den Soundtrack von.. undsoweiterundsofort”. Vor mir tanzt ausufernd ein Mädchen. Es gibt in dem schrecklichen Film “Susan verzweifelt gesucht” diese Szene, in der der spießige Mann von Roberta sich mit Madonna in einen Club trifft. Daran muss ich beim Anblick der jungen Frau denken.
Wenn sie nicht tanzt, nimmt sie das Konzert auf. Ihr gebeugter Arm, der dafür das Telefon in die Höhe reckt, wandert immer mehr nach rechts, immer weiter hinein in mein Sichtfeld. Ich passe mich an, stehe bereits ganz schief da, und widerstehe dem Drang, sie von hinten zu schubsen.

Dann spielt die Band endlich You don’t run my heart und erlöst mich. (You want to meet me out in the dark.)




24/08/2014
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Das ist genau mein Ding! Mutige Menschen, die ihren Weg gehen.

In Momenten des Verzagens kann ich mich nun daran erinnern, dass sich in jenem Jugendbuch, das Mut machen soll, auch ein Text von mir befindet.




23/08/2014
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Den Tisch auf diesen einen Namen zu reservieren, scheint uns sicher genug. Letztendlich werde ich jedoch von jenem Kellner, der Onkel Ludwig aus der Serie Diese Drombuschs ähnelt, an irgendeinem Tisch im Vorraum platziert. Meine Verabredung wartet zu diesem Zeitpunkt bereits im Inneren des Cafés auf mich und wir verfehlen uns. Nach dem hektischen Genuss einer Ingwer-Limonade gehe ich; mehr als fünfzehn Minuten Verspätung lasse ich mir nicht gefallen.

Wieder zurück im Büro schwanke ich zwischen der Interpretation, ihn habe der Mut verlassen und jener, dass ich Teil einer journalistischen Recherche über Frauen wurde, die sich auf promiske Treffen einlassen. Später werfen wir uns gegenseitig vor, die Verabredung nicht eingehalten zu haben – bis wir herausfinden, dass die Angestellten des Cafés unser Treffen unbewusst boykottierten.

Wann immer ich mich auf so etwas einlasse, geschehen Dinge, die auch Raum in Seifenopern oder sonderbaren Filmen bekämen. Bisher sind sie jedoch noch nie von mir aufgeschrieben worden.