Mein Verständnis ist aufgebraucht.
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Jetzt erinnere mich wieder daran, wie ich heute Nacht zu der Musik von M83 einschlief, die linke Hand auf dem Rücken des Katers, der auf meinen Oberschenkeln lag. Auf die andere Hand hatte er seinen Kopf gebettet und atmete sanft in die Beuge zwischen Daumen und Zeigefinger.
Ich bin auf der sicheren Seite.
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Wir fahren mit der U8 von Kreuzberg nach Mitte und befinden uns im hinteren Teil des Wagens. Kurz bevor sich die Türen schließen, steigt jener Betrunkene ein, der zuvor bereits mehrfach von außen mit der Handfläche gegen die Scheibe geschlagen hat, setzt sich gegenüber von uns auf die gemusterte Bank und schreit Unverständliches. Wir stehen auf und suchen uns andere Plätze.
Der Betrunkene ist groß und schlaksig, trägt einen abgewetzten dunklen Mantel und wirft seine Tasche durch die Gegend, während er immer wieder mit der Faust gegen die Scheibe oder die Wand donnert. Jeder, der sich versehentlich in seine Nähe setzt, springt sofort entsetzt auf.
Kurz vorm Alexanderplatz steigt auch noch ein Motz-Verkäufer ein und die meisten im Wagen stöhnen kurz. Zum Glück ist es einer dieser Schüchternen, zaghaft Sprechenden.
Dann verlässt der Betrunkene sein Areal und setzt sich schimpfend in unsere Nähe. Alle sind angespannt und tun unangenehm unbeteiligt.
Nur der Motz-Verkäufer geht zu ihm, packt ihn am Kragen, drückt ihn auf die Bank und schreit so lange auf ihn ein, bis er endlich schweigt und sich langsam wieder aufrichtet. Vielleicht kennen sie sich. Vielleicht ist der Verkäufer einfach nur der Einzige von uns, der weiß, wie die Straße funktioniert. Vielleicht hat er in Kauf genommen, verprügelt zu werden, weil so sein Alltag aussieht.
Am Alexanderplatz steigen wir aus.
Als ich später an der Tramhaltestelle stehe, sehe ich den Betrunkenen vorbeiwanken und höre ihn schreien. Ab und zu wirft er seine Tasche in eine Ecke und hebt sie wieder auf.
