14/12/2017
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Der sieht ja aus wie ein Filmstar! sagt sie. Leider flirtet er auch so, denke ich.

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Ein Zugticket nach Köln, um noch mehr schöne Dinge in Aussicht zu haben.




13/12/2017
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Ich gehe zum Karaoke, auf Konzerte, treffe Freunde und Freundinnen auf ein paar Drinks, zum Essen oder beides. Ich denke einige Tage lang, ich sei schwanger und heule, schreie und werfe mit Gegenständen um mich, die nicht kaputt gehen können, weil ich nach wie vor so gekränkt und wütend bin. Ich lache viel, mache Dinge auf der Arbeit, die völlig neu für mich sind. Ich höre alte DJ-Sets, zu denen ich in den neunziger Jahren voll auf Drogen getanzt habe, während ich in Keynote Texte und Bilder hin und her schiebe. Ich buche einen Flug nach Rom, akkreditiere mich für die Berlinale, schaue Netflix-Serien und gehe zu wenig spazieren, weil es draußen kalt ist und ich mich drinnen so wohl fühle. Ich höre zum Einschlafen einem Schotten zu, der mich in Hypnose versetzt, um mir Positivity beizubringen. Ich lache mit und weine bei meiner Therapeutin und interessiere mich für ein Bewusstseins-Seminar an Ostern. Ich stelle die meisten Benachrichtigungen auf meinem Mobiltelefon aus, esse heimlich Lachgummi-Milchgeister, obwohl sich Gelatine darin befindet und bin abhängig von den Ditsch-Kürbiskern-Brezeln. Ich liebe und hasse jene anstrengenden Arbeitstage, die davon rasen, und falle abends als irgendwie zufriedener Stein ins Bett.

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Ladies, let me tell you about myself
I got a dick for a brain
And my brain is gonna sell my ass to you
Now I’m OK, but in time I’ll find I’m stuck
‘Cause she wants love, and I still want to fuck.




04/12/2017
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Wenn ich, so wie heute, sehr viel Englisch auf der Arbeit spreche, geht es mir gut. Als könnte ich mich hinter einer anderen Persönlichkeit verstecken. Ich frage mich, welche Serienfigur ich gerade unterbewusst imitiere. (Als Debra Morgan fand ich mich seinerzeit ja am besten.)

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Nicht aufhören, Pläne zu schmieden.