Obwohl ich vorher noch gefasst war, beinahe abgeklärt, breche ich in Tränen aus, nachdem ich den Tiertransporter auf den Behandlungstisch gestellt habe. Es gilt ja nicht einmal mehr wirklich abzuwägen, ob die Lili-Katz eingeschläfert werden soll oder nicht.
Später, alleine mit ihr im Nebenraum streichle ich ihr Fell, obwohl sie bereits zwei sedierende Spritzen bekommen hat, und ihr linkes Auge bleibt auch noch dann geöffnet, als sie längst tot ist. Wie ein Halbmond liegt sie da. Es fällt mir schwer, sie einfach dort liegen zu lassen. Etwa eine halbe Stunde verbringe ich so mit ihr, dann bezahle ich mit meiner EC-Karte und nehme den leeren Transporter. Ich fahre mit der Straßenbahn nach Hause ohne zu weinen und telefoniere später mit dem Bestatter.
Die zweite Urne innerhalb von nicht einmal zwei Jahren.
Leb wohl, kleine schwarze Katze.